Dienstag, 21. Februar 2012

Weiter mit dem Auto

Am nächsten Tag war Auto abholen angesagt. Nach dem Frühstück nahmen wir in der brütenden Hitze den Zug bis zum Bahnhof Retiro und machten uns zu Fuß auf die Suche nach der Autovermietung. Eigentlich sollte das ganz einfach sein. Wir hatten eine Adresse mit Straße und Hausnummer. Dummer Weise war die Straße am Hafengebiet und die Nummerierung der Häuser ließ zu wünschen übrig! Wir fragten uns durch, änderten mehrmals die Richtung, gingen ein und den selben Weg hoch und runter und liefen insgesamt sicher 2 km bis wir mehr oder weniger durch Zufall an der richtigen Adresse landeten.



Dort angekommen stieg die Spannung, ob wohl die Buchung von Deutschland aus und über das Internet auch so klappen würde. Aber alles war ganz entspannt, das Europcar-Büro hätte auch irgendwo in Deutschland stehen können und die Anmietung lief reibunglos. Nicht einmal den extra in Deutschland beantragten Internationalen Führerschein wollte jemand sehen. Der Angestellte war sehr freundlich und zeigte uns dann endlich das Auto. Ein Chevrolet Classic. Ein netter Kleinwagen mit 4 Türen und einem großen Kofferraum. Strike! Ein cooles Auto für recht wenig Geld. 680 Euro für 17 Tage. Gut, ein paar Abstriche muss man machen, Zentralverriegelung und Airbag fehlen, dafür hat er eine Klimaanlage!

Wir erkundeten Buenos Aires äußerst komfortabel mit dem Auto. José hat mich kreuz und quer durch die Vororte der Stadt gefahren und der Blickwinkel war ein ganz anderer als mit Bussen und Bahnen.. So viel grün!! Seen und Parks, grüne Flächen und erstaunlich wenig Autoverkehr.



Auf dem Weg nach Florida sind wir auf die Panamericana gekommen. DAS ist eine Straße! Alter Schwede, hier war mir doch ganz anders und ich scheiße auf die Emanzipation und finde Frauen haben hinter dem Steuer eh nichts zu suchen! 10 Spuren auf jeder Seite und keine Mittelstreifen. Also, es gibt vielleicht schon welche, aber wen interessiert das schon? Trotzdem muss ich sagen lief der Verkehr reibungslos. Das Reißverschlusssystem haben die Argentinier auf jeden Fall verstanden.

Der Rest des Nachmittags haben wir mit dem Einkauf von gefühlten 1000 l Wasser verbracht. Na gut, es waren nur 60l, aber der Einkaufswagen ließ sich kaum noch bewegen.
Abends dann die nachgeholte Verabredung mit Frank. Wir wollten eigentlich zu einer Peña.  Das ist eine Veranstaltung mit Gesang und Auftritten von verschiedenen Künstlern. Leider gab es dort einen Todesfall und es war geschlossen. Also fuhren wir ein bisschen rum und landeten in einer Pizzeria. Dort haben wir ein bisschen Weihnachtsmann gespielt und Geschenke an Frank und seine Kinder verteilt. Er hat sich riesig gefreut!  Nach dem Essen gingen wir in eine Kneipe von der Frank wusste, es könnte auch dort möglicherweise Auftritte geben, und wir wurden tatsächlich fündig. Mein erster echt gesungener Tango! Tragische Musik gehört von vielen jungen Menschen, das fand ich schon sehr überraschend. Schön, aber ich bin doch mehr der "Salsa-Typ" ;)
Um 2.30 Uhr war die Nacht zu Ende. Wer in Buenos Aires ist, der muss durchhalten können!! Also für uns, die anderen haben noch weiter gefeiert!

Kommentare:

  1. ~ hier ist eine Tilde für dich, für das ñ. Erst alt-n, dann nochmal ein n. Also ñ. ;-)

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  2. Dankeschön! Wir haben aber ein Eee-Pc. Wie geht das damit?

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